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Giebel, Muschelkalk und ein Rundgang durch die Altstadt.


Ein zusammenhängendes Museumsensemble.

Neue Galerieräume über Brücken und vertikale Verbindungen machen die Kunsthalle Würth zu einem zusammenhängenden Museumsensemble.

25 Jahre nach ihrer Eröffnung hat für die Kunsthalle Würth in Schwäbisch Hall ein neues Kapitel begonnen. Während der rund dreijährigen Erweiterungs- und Umbauphase lief der Ausstellungsbetrieb weitgehend weiter. Am 13. Oktober 2026 wurde die Wiedereröffnung mit einem Festakt in der St. Katharinenkirche gefeiert. Zu den rund 600 geladenen Gästen zählten Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Ministerpräsident Cem Özdemir und Anselm Kiefer.

Auch wir waren unter den Gästen, denn wir haben Ausschreibung, Vergabe und Bauleitung für die Erweiterung der Kunsthalle Würth in federführender Verantwortung übernommen. Wir danken allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit und gratulieren zur Fertigstellung.

Die Architektur stammt von Henning Larsen Architects. Der Erweiterungsbau setzt sich aus mehreren giebelständigen Baukörpern zusammen. Ihre geneigten Dächer greifen die kleinteilige Dachlandschaft der Altstadt auf und vermitteln zwischen dem Maßstab der spätmittelalterlichen Gebäude und dem Museumsbau. Die Fassade aus Crailsheimer Muschelkalk nimmt Materialität und Farbigkeit des Bestands auf. Die Ausstellungsfläche wächst um rund 600 m² auf etwa 3.200 m². Erstmals ist ein zusammenhängender Rundgang durch das Haus möglich. Neue Räume für Kunstvermittlung und audiovisuelle Inhalte erweitern zudem die Möglichkeiten, Kunst zu vermitteln.

Neue Galerieräume werden über Brücken und vertikale Verbindungen mit dem Bestand verknüpft. In den Untergeschossen verbinden Galerie- und Erschließungsräume das Sudhaus, den Bestand und die Neubauten. Der Ausstellungsrundgang beginnt und endet im neuen Empfangsbereich mit Museumsshop, Garderobe und Besucherzentrum. Dort entstehen auch gastronomische Angebote. Der neue Haupteingang liegt gegenüber dem Sudhaus. Ein neuer, offener Platz verbindet die Gebäudeteile. Muschelkalkpflaster schafft den Übergang zwischen Bestand und Neubau, großzügige Treppenanlagen überbrücken den Geländeverlauf. Eine begrünte Insel mit Rundbank und E-Bike-Ladesäulen für Radfahrende auf dem Kocher-Jagst-Radweg ergänzen die Fläche.

Seit ihrer Eröffnung im Jahr 2001 hat sich die Kunsthalle Würth zu einem festen Bestandteil des kulturellen Lebens in Schwäbisch Hall entwickelt. Das Haus geht auf das kulturelle Engagement des Unternehmers und Sammlers Reinhold Würth zurück. Mehr als fünf Millionen Menschen haben bisher das Haus besucht. Oberbürgermeister Daniel Bullinger würdigte beim Festakt die Bedeutung der Kunsthalle für Stadt und Region. Maria Würth, Geschäftsbereichsleiterin Kunst und Kultur der Würth-Gruppe, sieht in der Erweiterung die Grundlage, das Haus als offenen Ort weiterzuentwickeln, an dem Menschen Kunst entdecken.

Fotos: ©Adolf Würth GmbH & Co. KG