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Ein sensibles Bauvorhaben hinter Mauern.


Wie Bauen gelingen kann.

Auf dem Gelände der Justizvollzugsanstalt Freiburg entsteht derzeit ein Neubau, der künftig das Krankenrevier sowie eine neue Großküche mit angeschlossener Metzgerei aufnimmt. Das mehrgeschossige Gebäude wird über einen unterirdischen Verbindungsgang direkt an den Bestand angebunden. Neben den medizinischen Bereichen in den oberen Geschossen befinden sich im Erdgeschoss die Produktions- und Küchenzonen, während im Untergeschoss Technikräume angeordnet sind. Die Bettenzimmer des Krankenreviers sind in den obersten Ebenen vorgesehen.


Im ersten Bauabschnitt wurden bereits zentrale Voraussetzungen für den Neubau geschaffen. Ein Schachtbauwerk für die Integration einer Aufzugsanlage im Bestandsgebäude, die Herstellung des Tunnels zum Neubau, eine umfangreiche Kampfmittelsondierung sowie der Baugrubenverbau bilden die Grundlage für die anschließende Hochbauphase.


Der zweite Abschnitt umfasst nun die Errichtung des viergeschossigen Neubaus selbst. Hier entstehen die medizinischen Untersuchungs- und Behandlungsräume, das Krankenrevier sowie die neue Großküche, die zukünftig die Versorgung innerhalb der Anstalt sicherstellt. Durch die bauliche Verbindung an das Hauptgebäude entsteht ein funktional schlüssiges Gesamtensemble.


In Abstimmung mit der JVA ergab sich für unser Team die Möglichkeit, das Neubauareal sowie ausgewählte Bereiche der bestehenden Anstalt vor Ort zu besichtigen. Die Führung bot nicht nur einen Einblick in den baulichen Kontext, sondern auch in die besondere Subkultur innerhalb der JVA. Darunter improvisierte Alltagsobjekte, die von Inhaftierten gefertigt wurden. Ein ungefiltertes Bild des Lebens hinter den Mauern.


Wir übernehmen im Auftrag von SWECO Berlin die Bauleitung sowie die Leistungen für Ausschreibung und Vergabe. Das Projekt ist in zwei Realisierungsabschnitte gegliedert, die jeweils komplexe Eingriffe in den Bestand und das sensible Umfeld der JVA umfassen. Ein Projekt das klar unsere Stärken zeigt.