Schlüsselübergabe beim Kompetenzzentrum für Strahlenschutz
Am Standort Steinenhausen bei Kulmbach wurde das neue Kompetenzzentrum für Strahlenschutz offiziell übergeben. Mit der Schlüsselvergabe geht der Neubau in den Betrieb des Bayerischen Landesamts für Umwelt über. Das Labor ergänzt die bestehende Dienststelle am Schloss Steinenhausen und erweitert die Kapazitäten für Radioaktivitätsmessungen in Bayern.
Der Standort übernimmt künftig Untersuchungen aus dem Rückbau der bayerischen Kernkraftwerke sowie Proben aus Umwelt- und medizinischen Messprogrammen. Die rund 1.200 Quadratmeter Laborflächen sind darauf ausgelegt, Messungen zu bündeln und sowohl Routine- als auch Intensivbetrieb abzudecken. Gemeinsam mit dem Standort Augsburg entsteht ein zweiter vollwertiger Laborstandort für den Strahlenschutz im Freistaat.
Der Neubau ist in die Hanglage integriert und fügt sich durch die extensive Dachbegrünung in die Umgebung des Landschaftsschutzgebiets „Unteres Rotmaintal“ ein. Die östlich orientierte Eingangsfassade erschließt das Labor klar zum Schloss-Ensemble, während die interne Raumstruktur funktionale Abläufe und definierte Laborbereiche ermöglicht. Geothermie und Photovoltaik unterstützen einen energieeffizienten Betrieb.
Wir haben das Projekt im Auftrag von Brechensbauer Weinhart + Partner Architekten mbB München in den Leistungsphasen 6–9 begleitet. Der Schwerpunkt lag auf der Vergabevorbereitung, der Mitwirkung bei der Vergabe und der Objektüberwachung im Bauprozess.
Mit der offiziellen Übergabe steht dem Landesamt nun ein technisch spezialisierter Standort zur Verfügung, der die radiologische Überwachung in Bayern stärkt und die notwendigen Messaufgaben im Zusammenhang mit dem Rückbau der Kernkraftwerke langfristig absichert.
Mit dabei unser Projektleiter Alexander Frank und unsere Kollegen Jörg Ohnesorge sowie Thomas Hertrich.