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Ein neuer Ort für Wissenschaftsreflexion.


Forschung zwischen Stadt und Campus

Die Leibniz Universität Hannover hat mit dem Forschungsgebäude 1150 einen neuen Standort für das Forum Wissenschaftsreflexion geschaffen. In dem Neubau werden unterschiedliche Forschungsgruppen der Sozialwissenschaften zusammengeführt und räumliche Voraussetzungen für interdisziplinäre Forschung sowie wissenschaftlichen Austausch geschaffen.

Der Entwurf von Michel Wolf Architekten reagiert auf die besondere Lage zwischen der gründerzeitlich geprägten Nordstadt und dem Welfengarten. Der Neubau schließt u-förmig an das benachbarte Universitätsgebäude an und bildet gemeinsam mit dem Bestand einen geschützten Innenhof, der als Aufenthaltsbereich dient und zur Belichtung der angrenzenden Räume beiträgt. Gleichzeitig wurde ein Teil des Bestandsgebäudes funktional in das neue Forschungszentrum integriert.

Die Gebäudeform staffelt sich von fünf Geschossen entlang der nördlichen Straßenkante auf drei Geschosse zum angrenzenden Park und vermittelt zwischen Stadtraum und Grünraum. Im Inneren bilden Kommunikations- und Begegnungsflächen einen zentralen Bestandteil des Raumkonzepts. Die ringförmig verbundenen Bereiche verknüpfen gemeinschaftliche Arbeits- und Austauschflächen, Besprechungsräume sowie die Wissenswerkstatt zu einem zusammenhängenden Forschungsumfeld.

Die Fassade aus hellen Sichtbetonelementen und vertikalen Aluminiumfenstern verleiht dem Gebäude eine klare, zeitgemäße Erscheinung. Großzügige Öffnungen schaffen Bezüge zum Innenhof und zum Welfengarten und unterstützen die Orientierung innerhalb des Hauses.

Im Auftrag von Michel Wolf Architekten waren wir für die Objektüberwachung verantwortlich und begleiteten das Projekt bis zur Fertigstellung.

Fotos: Brigida González