Eine Stärkung der Bildungsinfrastruktur.
Im November 2025 wurde mit einer feierlichen Einweihung in Regensburg ein wichtiger Meilenstein für die berufliche Bildung gesetzt:
Der Erweiterungsbau der Georg‑Kerschensteiner‑Berufsschule ist offiziell eröffnet.
Mitten in der Innenstadt ergänzt der Neubau nach den Entwürfen von Bez + Kock Architekten das bestehende Schulensemble und schließt die frühere Sackgasse zu einem klaren Ringschluss.
Der neue Baukörper stärkt nicht nur die städtebauliche Struktur, sondern verbessert auch die Orientierung und Abläufe auf dem Campus. Im Zentrum des Gebäudes befindet sich eine dreigeschossige Halle, die als kommunikatives Herzstück dient. Helle Räume, eine präzise Tageslichtführung sowie Sitztreppen, Galerien und Blickverbindungen schaffen eine offene Lern- und Aufenthaltsqualität.
Architektonisch knüpft der Erweiterungsbau an das charakteristische Klinkermauerwerk des Bestands an. Speziell entwickelte fünfeckige Ziegelsteine erzeugen ein feines Fassadenrelief, das im Sonnenlicht eine lebendige Struktur aus Licht und Schatten zeichnet. Auch im Inneren setzen Sichtmauerwerk und robuste Materialien diese Haltung fort.
Mit dem neuen Gebäude werden erstmals alle bisher über das Stadtgebiet verteilten Bereiche am Standort vereint. Vor allem die Fleischerei, die Fachakademie für Ernährungs- und Versorgungsmanagement sowie der chemische Bereich profitieren von neuen Werkstätten, Laboren und optimierten Wegen. Für Regensburg bedeutet der Erweiterungsbau damit eine deutliche Stärkung der beruflichen Bildungsinfrastruktur.
Es war uns eine Freude für Bez + Kock Architekten die Leistungsphasen 6 bis 8, von Ausschreibung und Vergabe bis hin zur Bauleitung zu übernehmen. Ziel war es, die architektonische Qualität des Entwurfs präzise in die Ausführung zu übertragen und eine reibungslose Realisierung sicherzustellen.
Mit der Fertigstellung erhält die Georg‑Kerschensteiner‑Berufsschule ein modernes, funktional durchdachtes und zukunftsorientiertes Gebäude, das die Ausbildungssituation in der Region nachhaltig verbessert.
Fotos: Stefan Katzlinger