Projektbericht
Mit der zentralen Grundschule in Ditzingen werden die Konrad-Kocher-Grundschule, die Wilhelmschule sowie das Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ) an einem Standort zusammengeführt. Die Maßnahme erfolgt im Zusammenspiel von Bestandssanierung und ergänzenden Neubauten und führt die bislang getrennten Einrichtungen in einem gemeinsamen funktionalen und räumlichen Gefüge zusammen. Ausgangspunkt bildet die Weiterentwicklung der vorhandenen Schulstrukturen. Bestehende Gebäude werden überprüft, angepasst und in ihrer Nutzung neu geordnet. Ergänzend entstehen Neubauten, die das Raumangebot erweitern und die erforderlichen Kapazitäten für eine sechszügige Grundschule schaffen. Die einzelnen Baukörper werden so miteinander verknüpft, dass ein zusammenhängender Campus entsteht, der kurze Wege und klar ablesbare Strukturen bietet. Im Inneren prägen offene Lernbereiche, differenzierte Raumangebote und klare Zuordnungen von Unterrichts-, Förder- und Ganztagsflächen die Organisation. Die räumliche Struktur ermöglicht unterschiedliche Lern- und Betreuungsformen und unterstützt die gemeinsame Nutzung durch die verschiedenen Schulformen. Übergänge zwischen den Bereichen sind fließend ausgebildet und fördern Austausch und Orientierung im Alltag. Die Freiräume ergänzen den baulichen Zusammenhang und dienen als verbindendes Element zwischen Bestand und Neubau. Sie strukturieren den Campus, schaffen Aufenthaltsqualitäten und bieten Raum für Bewegung und informelle Begegnung. Die Umsetzung erfolgt unter Berücksichtigung der bestehenden Nutzung und der schrittweisen Weiterentwicklung des Standorts. Die Projektsteuerung begleitet dabei den gesamten Prozess von der Klärung der baulichen und funktionalen Anforderungen über die Abstimmung der Bauabschnitte bis zur Umsetzung. Ziel ist eine koordinierte Realisierung, die die komplexen Rahmenbedingungen aus Bestand, Neubau und Schulbetrieb in ein tragfähiges Gesamtkonzept überführt. Fotos: Helen Gräser