Projektbericht
Mit der Sanierung, Modernisierung und Erweiterung des Immanuel-Kant-Gymnasiums und des Otto-Hahn-Gymnasiums wurden die beiden Schulen zu vierzügigen Gymnasien weiterentwickelt und zugleich als gemeinsamer Schulcampus neu organisiert. Neben der Schaffung zusätzlicher Fachklassen umfasste die Maßnahme die Neuordnung von Unterrichtsbereichen und Verwaltung sowie eine umfassende technische und energetische Erneuerung der Bestandsgebäude. Der Umgang mit den vorhandenen Gebäudestrukturen folgte dabei unterschiedlichen Ansätzen. Während beim Immanuel-Kant-Gymnasium die räumlichen Qualitäten und die prägende Materialität des 1963 errichteten Bestands erhalten und behutsam weiterentwickelt wurden, standen beim Otto-Hahn-Gymnasium aus den 1970er Jahren umfangreiche Maßnahmen zur Verbesserung des Brand- und Schallschutzes im Vordergrund. Ein gemeinsamer Erweiterungsbau ergänzt das Ensemble und nimmt Fachklassen für beide Schulen auf. Im Zuge der Neugestaltung entstand zudem ein zusammenhängender Campusbereich mit klar gegliederten Freiflächen und gemeinsamen Aufenthaltsbereichen. Als verbindendes Element zwischen den Schulen, der Sporthalle und der Mensa schafft er einen zentralen Treffpunkt und stärkt die Nutzung des Areals als gemeinsamer Schulstandort. Auch die Fassaden wurden neu interpretiert. Die Gliederung des ursprünglichen Erscheinungsbildes des Immanuel-Kant-Gymnasiums blieb erhalten und wurde in eine zeitgemäße Architektursprache übertragen. Das Otto-Hahn-Gymnasium knüpft in Materialität und Gestaltung an den Nachbarbau an, erhält jedoch durch die perforierte Verkleidung der Fluchtbalkone und die vorgefertigte Holzrahmenfassade einen eigenständigen Charakter. Fotos: Krug Grossmann Architekten