Projektbericht
Der neue Geberit Campus in Pfullendorf vereint Schulung, Ausstellung und Markenraum unter einem Dach. Grundlage des Entwurfs bildet das Quadrat, abgeleitet aus dem Geberit Logo, das Raster, Grundriss und räumliche Struktur prägt. Das Gebäude ist als klar reduzierter Pavillon konzipiert. Drei aus dem Dach ragende Kuben markieren die wichtigsten Kompetenzfelder des Unternehmens und organisieren das offene Raumgefüge, in dem Wege bewusst gekreuzt werden und Orientierung intuitiv entsteht. Ein weit auskragendes Dach, stützenfreie Bereiche sowie Sichtbeton, Glas und präzise gesetzte Holzelemente schaffen eine ruhige und konzentrierte Arbeitsatmosphäre. Helle und dunkle Zonen wechseln sich ab, Tageslicht wird gezielt geführt. Es ergibt sich ein räumliches System, das sowohl Orientierung als auch Offenheit bietet. Gleichzeitig arbeitet der Campus CO₂ neutral und erfüllt die Anforderungen für die DGNB Gold Zertifizierung. Atelier Brückner hat die Ausstellung vollständig in die Architektur integriert und folgt den beiden zentralen Themenfeldern der Marke: „Know-How Installed“ für die Technik hinter der Wand und „Design Meets Function“ für sichtbare Sanitärlösungen. Modular gestaltete Exponate, digitale Informationsflächen und Hands on Stationen orientieren sich am quadratischen Raster und ermöglichen eine flexible Nutzung. Nicht nur das äußere Erscheinungsbild, sondern auch die Funktionalität des Campus sind ein klares Statement. Begehbare Installationen zeigen realitätsnahe Badsituationen, innen das fertige Bad, außen die Installation. Ergänzt wird dies durch drei großformatige Kompetenzkuben: einen Abwasser Kubus mit transparenter 11 mal 11 Meter Installation, einen virtuellen Wissensraum zur Sanitärplanung sowie ein Akustiklabor, das Schall in einer simulierten Wohnsituation erfahrbar macht. Der Campus wird so zu einem Ort, an dem Wissen nachvollziehbar, räumlich erlebbar und dauerhaft nutzbar wird. Für die Realisierung dieser Ausstellungs- und Erlebnisräume waren wir als Bauleitung vor Ort tätig. Fotos: Roland Halbe