Projektbericht
Die Leibniz Universität Hannover hat mit dem Forschungsgebäude 1150 einen neuen Forschungsbau erhalten. Offiziell trägt das Gebäude die Bezeichnung „Forschungsgebäude 1150“, bekannt ist es jedoch als „Forum Wissenschaftsreflexion“. An der Fakultät für Sozialwissenschaften vereint das Institut verschiedene Forschungsgruppen unter einem Dach. Hier werden interdisziplinär Strategien und Lösungen für Fragestellungen entwickelt, die sich aus sozialstrukturellen und makrosoziologischen Zusammenhängen ergeben. Ebenso werden ethische und rechtliche Fragen der Lebenswissenschaften sowie Forschungsthemen des Leibniz Center for Science and Society (LCSS) und der LCSS-Graduiertenschule „Wissenschaft und Gesellschaft“ bearbeitet. Der Entwurf von Michel Wolf Architekten aus Stuttgart schafft die räumlichen Voraussetzungen für interdisziplinäre Forschung und wissenschaftlichen Austausch. Neben modernen Arbeits- und Büroräumen umfasst das Gebäude eine Wissenswerkstatt mit innovativer Forschungsinfrastruktur, Begegnungs- und Aufenthaltsbereiche zur Förderung formeller und informeller Kommunikation sowie Veranstaltungsräume für wissenschaftliche Konferenzen. Der Neubau schließt im Norden u-förmig an das benachbarte Universitätsgebäude 1146 an. Zwischen Neu- und Bestandsbau entstand ein gemeinsamer Innenhof, der als Aufenthaltsbereich dient und für eine natürliche Belichtung sorgt. Im Zuge der Baumaßnahme wurde der Bestandsbau im Anschlussbereich saniert und um zusätzliche Flächen für das Forschungsinstitut erweitert. Mit seiner von drei bis fünf Geschossen abgestuften Gebäudeform nimmt der Forschungsbau Bezug auf die städtebauliche Situation und fügt sich in das bestehende Campusumfeld ein. Fotos: Brigida González